DYLARA

MEINE BESSERE HÄLFTE: DYLARA

Heute vor genau sechs Jahren war der Tag, der mein Leben verändert, ohne dass ich es gleich gemerkt habe. Heute vor genau sechs Jahr, war Dylaras 1. Tag bei uns. Wie Ihr wahrscheinlich gestern auf Instagram oder auch auf Snapchat (Dylaras) mitbekommen habt, hatte Dylara gestern Geburtstag! Und was mir gestern erst bewusst wurde, wir haben Dylara vor genau 6 Jahren das 1. Mal gesehen und in den Anhänger gepackt und mit zu uns nach Hause genommen. Somit hat sich an Ihrem 4. Geburtstag auch für Dylara alles verändert. Aber fangen wir nochmal ganz von vorne an 🙂

Ich habe Dylara damals von Nadine Plaster und Simon Kohlenbrenner von Pferd24 zur Verfügung gestellt bekommen. Auf unserer Heimfahrt von einer Trainingswoche in der Nähe von Bremen machten wir ca. auf der Hälfte unserer Strecke halt und holten die damals noch namenslose Kohlfuchsstute ab. In der Dunkelheit sah sie eher aus wie eine kleine Black Beauty Stute und ich dachte schon, dass wir beim falschen Pferd in der Box stehen.         

Wir kamen nachts zuhause an, stellten Dylara in ihre neue Box und warteten bis sie sich etwas ‚akklimatisiert‘ hatte. Am nächsten Morgen flitzte ich schnell in den Stall um mein neues Pferdchen bei Tageslicht zu betrachten. Eine kleine zierliche Stute mit kleinem Rotstich. Am Nachmittag habe ich mir Dylara geschnappt und wollte sie in der Reithalle ein bisschen frei laufen lassen. Das war allerdings gar nicht so einfach, weil die kleine Maus keinen Zentimeter von meiner Seite weichen wollte. Ich erinnere mich noch heute sehr gerne an diesen ersten gemeinsamen Ausflug in die Reithalle, da ich es richtig beeindruckend fand, dass mir ein Pferd, welches mich gerade einmal ein paar Stündchen kannte, so viel Vertrauen schenkte, dass es nicht alleine die Halle unsicher machen wollte. Ich habe sehr viel Zeit mit Dylara verbracht und sie am nächsten Tag erst einmal longiert, damit sie mich besser kennenlernt und auf meine Stimme hört. Da sie auch mit Sattel auf dem Rücken sehr brav war, konnte ich bereits am 3. Tag problemlos aufsitzen. Damals hatte Dylara noch keinen Namen und ich durfte mir einen Namen für sie überlegen. Da der Name ihres Vaters ‚Don Schufro‘ ist, benötigten wir einen Namen mit D. Nach ein paar Minuten des Überlegens kam ich auf den Namen Dylaila. Allerdings hatten die Besitzer zu diesem Zeitpunkt bereits ein Pferd mit demselben Namen und so wandelte ich das Dylaila in Dylara um.           
Dylara war/ist ein kleines Energiebündel. Sie möchte immer alles richtig machen und arbeitet sehr gut mit. Deswegen machten wir ziemlich schnell große Fortschritte, wuchsen von Tag zu Tag enger zusammen und wurden ein richtiges Dreamteam. Am Ende unseres ersten gemeinsamen Jahres passierte das, wovor wahrscheinlich fast jeder Reiter eines fremden Pferdes Angst hat. Der Besitzer von Dylara teilte mir mit, dass er Dylara verkaufen möchte. Natürlich spielte ich schon vorher mit dem Gedanken wie toll es wäre, wenn Dylara mir gehören würde. Ein eigenes Pferd, wie ich es mir schon immer erträumt hatte. Dylara war für mich schon immer das perfekte Pferd. Ihr Interieur und Exterieur überzeugten mich und konnten nur noch von dem Fakt übertroffen werden, dass ich sie schon längst in mein Herz geschlossen hatte. Da ein eigenes Pferd immer ein Zeit- aber auch ein Kostenfaktor ist, machte ich mir eine Aufstellung der anfallenden Kosten. Vor Dylara hatte ich bereits ein Berittpferd um das ich mich auch täglich gekümmert hatte und um Dylara kümmerte ich mich auch schon mehrere Monate, deswegen wusste ich, dass ich die Zeit auf jeden Fall aufbringen kann und vor allem auch möchte.         
Dann rechnete ich die monatliche finanzielle Belastung aus. Hier kommen die monatliche Stallmiete, die Hallennutzung, der Hufschmied und das Training hinzu. Dann habe ich mich auch über die Kosten und Notwendigkeit verschiedener Versicherungen informiert. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch, Tierarztkosten miteinzurechnen und auch für ungeplante Behandlungen (z.B. bei einer Kolik) Rücklagen zu bilden.      
Da ich bereits eigenes Equipment hatte, musste ich mir zumindest darüber keine Gedanken mehr machen. Dank meiner Kostenaufstellung konnte ich glücklicherweise feststellen, dass ich mir ein eigenes Pferd, Dylara, leisten könnte. Dylara war zwar vor dem bevorstehenden Kauf schon ein paar Monate bei mir und so wusste ich, dass sie an und für sich fit ist, aber wir ließen dennoch einen Tierarzt kommen um eine Ankaufsuntersuchung durchzuführen. Der Tierarzt gab mir das okay, dass Dylara auch aus tierärztlicher Sicht vollkommen gesund und fit war. Und dann war er da, der Tag der mein Leben veränderte und ich mich stolze Besitzerin einer 5-jährigen wunderbaren Stute nennen durfte. Es war schon immer ein großer Traum von mir ein eigenes Pferd zu besitzen und an dem Tag wurde er endlich wahr. Da ich damals erst seit einer kurzen Zeit fertig mit meiner Ausbildung war, hatte ich noch nicht so viel Geld auf der Seite um mir Dylara leisten zu können. Mein Dad legte mir das Geld für Dylara aus und ist seit dem Tag ein noch größerer Hero wie davor. Mein Vater unterzeichnete den Kaufvertrag und Dylara ging in unseren bzw. in meinen Besitz über.      
Da ich Dylara zuvor schon einige Monate wie mein eigenes Pferd behandelt hatte, war es zum Teil so surreal. Für Dylara selbst änderte sich nichts. Sie blieb weiterhin in dem gleichen Stall stehen, ich schaute nach wie vor jeden Tag nach Ihr und meine Freundin und Trainerin trainierte uns auch weiterhin.     
In der Zwischenzeit sind 6 wunderbare Jahre vergangen in denen wir viel erlebt haben und noch enger zusammengewachsen sind. Wir nahmen an einigen Turnieren teil und konnten im ersten Jahr zusammen den Kreismeistertitel in der A-Tour gewinnen. An unserem letzten Turnier vor fast 4 Jahren gewannen wir eine L-Dressur.       
Dann kam auf mich eine äußerst schwere Entscheidung zu, da ich mich beruflich weiterbilden wollte und mich für ein Studium entschieden habe. Glücklicherweise hat sich meine Freundin Dylara angenommen und sich 2 Jahre super um sie gekümmert. Ich hätte es nicht über das Herz gebracht sie ganz wegzugeben, aber als Student fehlten mir die finanziellen Mittel mich und ein Pferd zu finanzieren.           
Nun ist sie seit über einem Jahr wieder bei mir und ich bin jeden Tag dankbar, so ein tolles Pferd an meiner Seite zu haben. Egal wann ich in den Stall gehe – sie macht mich glücklich. Zurzeit bereiten wir uns zusammen mit meiner Freundin und Trainerin auf die kommende Turniersaison vor und hoffen an unseren letzten gemeinsamen Start anknüpfen zu können. Ich bin total glücklich mit der Entscheidung mir ein eigenes Pferd gekauft zu haben und vor allem bin ich mega happy, dass das Pferd Dylara ist, denn ich könnte mir kein besseres Pferd vorstellen. Auch nach mehr als 5 Jahren bereue ich es keine Sekunde den Schritt zu gehen und mich stolze Pferdebesitzerin nennen zu können. Dylara ist ein großer Bestandteil meines Lebens, meine bessere Hälfte, meine beste Freundin, einfach meine Soul Sister.

Dylaras 1.Tag bei uns

 

Unsere 1. Dressurpferde L

Unsere 1. Dressurpferde L

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nochmals ein großes Dankeschön an Heidi und Alex, denn ohne sie wäre ich nicht die glücklichste Pferdebesitzerin der Erde. Ohne sie hätte ich Nadine und Simon nie kennen gelernt. Und nochmals Danke Nadine und Simon, dass Ihr mir Dylara vor 6 Jahren anvertraut und dadurch mein Leben verändert habt. Nicht zu vergessen, meiner Familie und ganz besonders meinem Dad, der mir das Geld für Dylara geliehen und den Kaufvertrag unterschrieben hat und mir damit das größte Geschenk überhaupt gemacht hat. Diese Unterschrift hat mein Leben verändert. Danke auch an meine Schwester, die damals mit einem Sparschwein zu meinen Omi´s gegangen ist und Geld für mich und Dylara gesammelt hat 🙂
Manchmal ist es schwierig ein Pferd zu finanzieren, aber auch diese Hürden habe ich geschafft und sie haben mich stark gemacht!               
Man kann alles schaffen wenn man es zu 100% möchte und auch wirklich dahinter steht und so war es auch bei mir. Mir ging es niemals schlecht, aber ich habe in den letzten Jahren auf einiges verzichten müssen. Nein, ´verzichten müssen´ ist das falsche Wort, denn ich habe jeden Tag meine bessere Hälfte an meiner Seite gehabt und das ist eigentlich der größte Luxus den ich mir leisten wollte. Und die Beziehung zu seinem eigenen Pferd kann man nicht mit Geld aufbauen, sondern mit Vertrauen und Leidenschaft.
VIIIIELLEN HERZLICHEN DANK FÜR ALLES <3

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1 Kommentar

  1. ÜBER MEINE LOVE & HATE BEZIEHUNG MIT INSTAGRAM - Rider Fashion by Dylaras

    7. Januar 2018 at 13:00

    […] Auf Shopping Queen habe ich von Instagram erfahren 🙂 und ich suchte direkt nach dieser coolen App und erstellte mir einen Account. Eigentlich wollte ich den Account damals Dylara nennen, das gab es allerdings schon woraus dann das Dyaras wurde – Dylara und das S steht für Simone. Am Anfang habe ich die App nur genutzt um mich von ihr inspirieren zu lassen und habe selbst nur sehr unregelmäßig etwas veröffentlicht und dies auch ohne jeden Hintergedanken. Ich habe hier und da Bilder von mir, Deko, Essen und von Pferden gepostet. Dann fand ich immer mehr Pferde/Reiteraccounts und veröffentlichte auch immer mehr aus meinem Reiterleben. Bilder von meinen damaligen Berittpferden, denn Dylara war zu dem Zeitpunkt nicht bei mir(warum, weshalb, wieso, erfahrt ihr HIER). […]

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